Seien wir doch mal ehrlich:

Die Verwirklichung des eigenen Traumes ist ja nicht immer der Weg, der mit Rosen bestreut ist. Die Entscheidung, seinen eigenen, völlig neuen Weg zu gehen ist schwer genug, denn das schöne eingefahrene Leben bisher, ist schon irgendwie bequem.

So fühlt es sich natürlich nicht immer an, denn da nervt mal das und mal jenes. Sei es der Chef, die Nachbarn, das man täglich Dasselbe tut und eigentlich etwas völlig anderes will. Das ist nicht bequem und doch ist es einfach. Es ist Gewohnheit.

Seinen inneren Schweinehund zu überwinden und den – mit Verlaub gesagt – Arsch aus dem breitgesessenen Sofa zu erheben und etwas zu ändern ist dagegen echt anstrengend. Und es macht Angst.
Was, wenn ich scheitere?
Was wenn es schief geht und ich das alles aufgegeben habe?
Wenn ich dann nicht mehr zurück kann?

Wenn der Berg so hoch erscheint, dass ich gar nicht weiß, ob ich das jemals schaffen kann? Ich allein.
Ist es da nicht besser, mich endlich mit dem zufrieden zu geben, was ich jetzt habe? Warum mosere ich eigentlich dauernd herum?

Und doch nagt dieser eine Wunsch in mir:
Ich will eben um die Welt reisen! Oder mit dem Geld verdienen, wofür mein Herz schlägt und meine Seele brennt. Ich will das in die Welt hinaus tragen, was mir so wichtig ist.

Woran liegt es also, dass ich mit den Gedanken in den Wolken hänge, mein Hintern aber immer noch auf dem Sofa hockt?

Es geht eben nicht um die Frage, OB ich etwas tue, sondern WOFÜR ich es tue. Zwischen dem Einen und dem Anderen steht eine Entscheidung.

Wir Menschen wollen unserem Leben einen Sinn geben, oder?
Zumindest geht es mir so, denn nichts nervt mich mehr als etwas zu tun, hinter dem ich nicht stehe. Ich will Spuren in dieser Welt hinterlassen und nicht nur ein breitgesessenes Kissen auf der Couch. Spuren in den Menschen, die meine Arbeit oder mein Tun berührt hat.

Was ist der tiefere Sinn hinter meinem Wunsch nach einer Weltreise? Was suche ich dabei wirklich?
Wofür will ich die Arbeit machen, für die mein Herz schlägt? Welchen tiefen inneren Wunsch erfülle ich mir damit wirklich?

Das sind die richtigen Fragen.

Wenn ich diesen Fragen folge, dann finde ich mich selbst. Einen tiefen, wahren Kern von mir. Dann kann ich mich entscheiden für die eine Richtung oder die andere und den Weg aus voller Überzeugung gehen.